Aus dem Vorstand VTL

19.02.2018

Der Vorstand VTL hat an einer Strategie-Umfrage des SBV teilgenommen, welche sich auf die kommende Generation in rund 30 Jahren ausrichtet.

Der Vorstand findet es richtig, dass sich die einheimische Landwirtschaft aus Familienbetrieben zusammensetzt, welche auch mehrheitlich als Haupterwerbsbetriebe bewirtschaftet werden. Aufgrund der zunehmenden Belastung der Betriebsleiter soll es einem Familienbetrieb finanziell möglich sein, eine qualifizierte Arbeitskraft zu beschäftigen; damit bleibt der Betrieb in bäuerlicher Hand. Durch das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht muss verhindert werden, dass Investoren Landwirtschaftsland und Gewerbe übernehmen können.

Ebenfalls bejaht der Vorstand, dass die Landwirtschaft auch künftig mit mindestens 55 Prozent zur Lebensmittelversorgung der Bevölkerung beitragen soll. Er erachtet es zudem als äusserst wichtig, dass dabei nachhaltig und im Sinne des Tierwohles produziert wird. Bezüglich Nachhaltigkeit werden die ökonomischen und sozialen Aspekte genauso hoch gewichtet wie die ökologischen.

Ein weiterer Punkt beinhaltet die gemeinwirtschaftlichen Leistungen sowie deren Anerkennung in der Gesellschaft und Wirtschaft. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass die Landwirtschaft nicht nach wirtschaftlichen Kriterien eingeteilt werden kann, da deren gemeinwirtschaftliche Leistungen nicht in Franken definiert werden. Wichtig sei darum eine gerechte Abgeltung, welche ein Einkommen ermöglicht, das mit demjenigen eines selbstständig erwerbenden, unternehmerisch geführten Betriebes einer anderen Branche vergleichbar ist. Im Weiteren muss auch die Allgemeinheit Verantwortung übernehmen, können doch zum Beispiel Umwelt- oder Landschaftsschutzprobleme nicht nur auf die Landwirtschaft abgeschoben werden.

Die Landwirtschaft soll jedoch einen mit der landwirtschaftlichen Produktion vereinbarenden realistischen Beitrag zur Biodiversität und zum Umweltschutz sowie zur Reduktion der Auswirkungen des Klimawandels leisten. Damit die produzierende Landwirtschaft das Vertrauen der Konsumenten in regionale Produkte erhält und behält, ist ein direkter und ständiger Austausch unerlässlich.


Daniel Thür

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