Jetzt schon "alle Register" ziehen, um bei der Abstimmung "offene Türen einzurennen"

14.05.2018

Kürzlich stand schon wieder mit grossen Buchstaben in den Zeitungen «40 % der Gewässerver- unreinigungen kommen von der Landwirtschaft»! Der Schweizer Bauernpräsident versprach dabei Verbesserungen. Dies vor allem im Zusammenhang mit bevorstehenden Volksabstimmungen, welche in den kommenden Jahren auf die Bauern zukommen.
Dabei ist sich die gesamte Landwirtschaft bewusst: «Über sauberes Trinkwasser lässt sich nicht verhandeln! Wenn der Konsument und Steuerzahler nur geringste Zweifel daran hat, dass der Bauernstand nicht alles daran setzt, um das Trinkwasser sauber zu halten, dann legt er die Quittung an der Urne ein. Somit bleibt uns nur kurze Zeit, um dem Stimmbürger aufzuzeigen, dass die Landwirtschaft alles unternimmt, dass diese 40-%-Marke in den nächsten Jahren sinkt.
Natürlich kann dabei lamentiert werden, dass ebensoviele Verunreinigungen durch Hausgärten, Vorplätze und Medikamente und vieles mehr zu Gewässerverunreinigungen beitragen.
Im Fokus steht zurzeit jedoch die Landwirtschaft, wobei die Bilder mit den grossen Feldspritzen non stopp in den Medien zu sehen sind. Dazu läuft schon lange die PR-Maschinerie der Umweltverbände sowie der Konsumentenorganisationen. Demzufolge hat die Landwirtschaft im Vorfeld alle Register zu ziehen, damit die Forderung der Initiativen offene Türen einrennt und somit als überflüssig erklärt werden kann. Ein Beispiel dieser «gläsernen Produktion» zeigen am 8. Juni der «Ackerbautreff» und die «Strohballenarena» auf der Brunnegg in Tägerwilen. Auch der «Arenenbergertag» vom 3. Juni trägt zur offenen Information für den Konsumenten und Stimmbürger bei.


Bernhard Müller, Leiter Regionale Entwicklung und Kommunikation
BBZ Arenenberg

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